Bahnmarkierungen

Interaktive Aufklärung…

Deportationswege

Im Verlauf des Zweiten Weltkrieges wurde aus dem „Zentralen Flüchtlingslager Westerbork“ das „Polizeiliche Judendurchgangslager Kamp Westerbork“. Unter deutscher Besatzung wurden von hier die Insassen des Durchgangslagers Kamp Westerbork in die Vernichtungslager deportiert.

Bis 1944 wurden aus Westerbork insgesamt mehr als 107.000 Menschen mit 97 Zügen in die Konzentrationslager Auschwitz, Sobibór, Bergen-Belsen sowie Theresienstadt deportiert. Nur etwa 5.000 der Deportierten überlebten die Vernichtungslager.

Das Teilprojekt „Bahnmarkierungen“ realisierte interaktive Mahntafeln entlang der ehemaligen Deportationsstrecke von Westerbork nach Leer. Diese erinnern zukünftig nicht nur an die Schicksale der vergangenen Tage, sondern bieten der Öffentlichkeit nachhaltige sowie aktuelle Aufbereitung des Geschehenen.

Am 18. März 2015 wurden die Mahnmale in Weener, Leer und Bunde der Öffentlichkeit präsentiert. Am 02. April 2015 wurden die Stelen in Winschoten, Zuidbroek, Nieuweschans und Hoogezand/Sappemeer enthüllt.

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Offizielle Freigabe der Stelen in Leer, Weener und Bunde am 18.03.2015 am Bahnhof in Weener

Der vierte und letzte Teil des Projektes „Auf dem Weg von Anne Frank“ hatte sich zum Ziel gesetzt, Bahnmarkierungen entlang der Deportationsstrecke auf den einzelnen Bahnhöfen von Kamp Westerbork durch den Landkreis Leer fertig zu stellen. Diese Arbeiten sind nun abgeschlossen. Am 18. März 2015 wurden die Mahnmale in Weener, Leer und Bunde der Öffentlichkeit präsentiert.

Die offizielle Enthüllung der ersten Stelen fand am Bahnhof Weener (Deutschland) statt. Unter anderem waren der Landrat des Landkreises Leer Bernhard Bramlage, der Bürgermeister der Gemeente Oldampt Pieter Smit, der Direktor des Erinnerungszentrums Kamp Westerbork Dirk Mulder und die Bürgermeister der Gemeinde Bunde Gerald Sap und der Stadt Weener Ludwig Sonnenberg sowie die Bürgermeisterin der Stadt Leer Beatrix Kuhl anwesend.

Die Entwicklung der interaktiven Mahnmale ist ein Teilprojekt unserer grenzübergreifenden Zusammenarbeit im Rahmen des Projektes „Auf dem Weg von Anne Frank“. Dieses grenzübergreifende Projekt ist in dieser Form einmalig, da es sich bewusst mit den Geschehnissen in der Deutsch-Niederländischen Grenzregion während des Zweiten Weltkrieges auseinandersetzt.
[…] Nach einer fast dreijährigen Laufzeit schließen wir unser Projekt, heute mit der Freigabe der Stelen ab und ich möchte allen herzlich danken, die bei der Entwicklung, Umsetzung und Realisierung des Projektes geholfen haben.
[...] Die Mahnmale sind auf deutscher Seite in Leer, Weener und Bunde und auf niederländischer Seite in Winschoten, Nieuweschans, Zuidbroek und Hoogezand/Sappemeer zu finden. Über einen QR-Code erhalten Sie Zugang zu den Daten, der Menschen, die auf der Stele zu sehen sind. Die Postkarten werden lesbar gemacht und es werden die historischen Ansichten der bereits genannten Bahnhöfe gezeigt. Die Mahnmale erinnern zukünftig nicht nur an die Schicksale der vergangenen Tage, sondern bieten der Öffentlichkeit nachhaltige sowie aktuelle Aufbereitung des Geschehenen.
(Bernhard Bramlage, Landrat des Landkreises Leer, 18.03.2015, Weener)

Die Veranstaltung fand ihren Ausklang bei einem Teeempfang im Heimatmuseum in Weener.
Am 02. April 2015 werden auf niederländischer Seite die Stelen in Winschoten, Zuidbroek, Nieuweschans und Hoogezand/Sappemeer enthüllt.

Franz Marheineke

Rede (→PDF) zur Enthüllung der Mahnmale am 18. März 2015 von Franz Marheineke (→Zeitzeugeninterview).

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Offizielle Freigabe der Stelen in Hoogezand/Sappemeer, Zuidbroek, Winschoten und Nieuweschans am 02.04.2015

Am 02. April 2015 wurden die Mahnmale in Hoogezand/Sappemeer, Zuidbroek, Winschoten und Nieuweschans feierlich enthüllt. Im Rahmen der Enthüllung fuhr ein Sonderzug von Groningen nach Bad Nieuweschans.

Informationsbroschüre (→PDF, deutsch) zur Enthüllung der Mahnmale am 18. März 2015

Unterstützt durch


Das Projekt "Auf dem Weg von Anne Frank" ist abgeschlossen.
Diese Webseite dokumentiert die Projektarbeit und präsentiert die Ergebnisse der Öffentlichkeit.